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Weber Elektrogrill PULSE im Test

  • kevin
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Der Weber Pulse 2000 – eine Alternative zum Gasgrill?
Ein Testbericht von René Briner, im Auftrag von www.premium-grill.ch
Als ich online bei Premium-Grill in Bassersdorf die Möglichkeit entdeckte, den brandneuen Elektrogrill Weber Pulse 2000 zu testen, meldete ich mich gleich als Tester an. Das Interesse zu sehen ob mit einem Elektrogrill die versprochenen 300° Celsius wirklich erreicht werden war zu gross. Beim Wort Elektrogrill kommen doch gemischte Gefühle auf, ich erinnere mich an kleine Grills mit einer Heizspirale ohne Deckel, bei denen das Fleisch eher gekocht als gegrillt wurde und man fast verzweifelte, bis das Grillgut gar war. Gross waren also die Erwartungen an den Weber Pulse 2000.
Der Grill kommt ein einer stabilen verstärkten Verpackung aus dem Lager. Der Zusammenbau des Grills ist relativ einfach und dauert ca. 15 Min, die Bestandteile sind grösstenteils vormontiert. Das grösste Montageteil ist die Steuereinheit an dem die Regler und die vier iGrill Anschlüsse dran sind. Diese wird in das Gehäuse eingeschoben und mittels 2 Schrauben befestigt. Anschliessend können die 2 emaillierten Gusseisenroste ins Gehäuse gelegt werden und der Grill ist schon fast betriebsbereit.

 

Abbildung 1+2 vormontierter Pulse 2000

 

Abbildung 3 Heizspirale

Abbildung 4 Bedieneinheit mit den Weber iGrill Sensoren

Abbildung 5 Fettauffangschale mit Schublade

Die Verpackung der Einzelteile ist solide und der Grill macht einen qualitativ hochwertigen Eindruck.
Das integrierte iGrill Modul, mit dem man über eine App die Kerntemperatur auf dem Smartphone empfangen kann ist eine wirklich tolle Sache die Spass macht. Im Lieferumfang des Pulse 2000 sind 2 Sensoren mitenthalten. Nach dem Zusammenfügen der Einzelteile kann es bereits losgehen.
Der zusammengesetzte Grill kann gut von einer Person getragen werden, zu zweit geht es jedoch besser. Der Weber Grill Pulse kann gut durch eine normale Balkontüre hinausgetragen werden und eignet sich bestens für eine Grillparty auf dem Balkon.
Im Betrieb hatte der Grill nach 5 Minuten bereits 200° Celsius bei winterlichen Temperaturen die während der Tests herrschten. Für die Maximaltemperatur benötigt der Grill eine Aufwärmphase von ca. 20 Minuten, dann glühen die Heizstäbe so richtig. Die Temperatur kann mittels den 2 Reglern auf der Steuereinheit reguliert werden und wird auf einer Digitalanzeige angezeigt. Die erreichten 300 Grad im Garraum machen wirklich Spass und man kann eigentlich alles auf dem Pulse zubereiten, dass sich auch auf einem Gas oder Holzkohlegrill machen lässt. Der grosse Unterschied zu einem Gasgrill liegt meiner Meinung nach darin, dass der Elektrogrill in der Reaktion etwas träger ist als ein Gasgrill. Sprich ein Temperaturwechsel von tiefen auf hohe Temperaturen geht langsamer als bei einem Gasgrill. Ein scharfes Anbraten mit anschliessender Temperaturreduktion ist gut möglich. Wenn die gewünschte Temperatur erreicht ist, kann diese gut auf dem Soll behalten werden.

Als Erstes musste natürlich gleich ein richtiges Steak für den ersten Test her und das Ergebnis lässt sich wirklich sehen. Der Emaille-Gusseisenrost zeichnete schöne Grillstreifen auf das Fleisch und es schmeckte wunderbar. Weitere Tests mussten natürlich folgen.

Auch ein paar Chicken-Drumsticks mussten her, die Haut wurde wunderbar knusprig und die Rauchemissionen hielten sich absolut in Grenzen, ohne dass besonders darauf geachtet wurde wo die Poulet-Keulen auf dem Rost platziert wurden.

Popcorn: Eine Pfanne könnte ebenfalls gut über den Spiralen erhitzt werden, sofern sich diese für den Betrieb auf dem Grill eignet. Das wurde mit Popcorn getestet. Der Mais platzte wunderbar auf und das Popcorn schmeckte köstlich, nicht nur den Kindern.

 

Funktioniert das Räuchern von Fisch auf einer Holzplanke auf dem Pulse? Um dies herauszufinden legte ich ein Zedernholzbrett von Weber für 30 Minuten in Wasser ein, und marinierte ein Stück Lachs und würzte die Jakobsmuscheln dezent. Nach dem Wässern kam die Planke zuerst ohne Grillgut auf den Rost und wurde erhitzt bis sie zu knacken begann. Wenn es knackt, ist die Temperatur richtig für das Grillgut. Die Planke war richtig heiss und gab während des Garens einen feinen Rauchgeschmack ab.
Die Planke war neu und die Hitzespuren liessen sich sehen. Der Grill und die Planke erfüllten ihre Aufgabe hervorragend, das Grillgut schmeckte ausgezeichnet.

 

Mit den zwei separat angesteuerten Spiralen lässt sich auch gut indirekt grillen, dies versuchte ich mit der Zubereitung eines Zupfbrotes. Dazu nahm ich ein Ciabattabrot, lagerte dies über die Nacht in einem verschlossenen Plastiksack, damit es ein wenig weich und schwammig wurde. Das weiche Brot wurde übers Kreuz eingeschnitten, die Zwischenräume wurden mit einer Käse-Kräuter-Weissweinmischung gefüllt und dann auf den Grill gelegt. Hierbei schaltete ich nur 1 Hälfte des Grills ein und legte das Brot über die kalte Spirale und grillierte so das Brot indirekt.

Auch dieser Testlauf funktionierte einwandfrei und das Brot war schön knusprig und schmeckte lecker.

Als Letztes wollte ich noch einen Braten zubereiten. Hierzu nahm ich ein Stück Schweinsschulter und marinierte diese mit einer Trockenmarinade, welche Aktivkohle enthält. Dies ergab eine schwarze Kruste, war also nicht verbrannt! Mit den iGrill-Temperaturfühlern und der iGrill-App funktionierte das Zubereiten des Bratens einfach, die Kontrolle über die Kerntemperatur und die Grilltemperatur war stets vorhanden. Der Braten war saftig und super im Geschmack.

Nach all den Versuchen und Grill-Tests hatte der Weber Pulse Elektrogrill doch einige Gebrauchsspuren die vor allem unterhalb der Heizspiralen sichtbar waren. Zur Reinigung nahm ich die Grillroste raus, legte diese in warmes Wasser und etwas Spülmittel ein, danach konnten die Verschmutzungen einfach abgebürstet werden. Die Schale unterhalb der Heizspiralen war etwas aufwendiger zu Reinigen. Diese sprühte ich mit Grillreiniger ein, liess das Ganze etwas einwirken, sodass es anschliessend mit Küchenpapier abgerieben werden konnte. Das Reinigen macht deutlich weniger Spass als das Grillieren, der Reinigungsaufwand ist aber nicht schlimmer oder grösser als bei anderen Grillgeräten.
Fazit zum Weber Pulse
Der Pulse ist ein tolles Gerät, das sich bestens auf einem Balkon oder einer Terrasse benutzen lässt. Mit den Temperaturen die sich erreichen lassen, kann mehr als nur eine Bratwurst zubereitet werden und es schmeckt super. Auch die Aufwärmphase auf 200° Celsius ist mit 5 Minuten kurz, was für die meisten Gerichte ausreichend ist, die 300° Celsius werden auch gut erreicht, dauert aber etwas länger. Ein kleiner Schwachpunkt ist aus meiner Sicht die Trägheit, schnelle Temperaturwechsel von tiefen auf hohe Temperaturen sind nur bedingt möglich oder brauchen ihre Zeit. Die Gasgrills sind da flexibler.
Für Jemanden der nicht so gerne mit einer Gasflasche herumhantiert, ist der Pulse sicher eine super Alternative zu Gasgrills auf dem sich jegliche Arten von Grillgut zubereiten lassen.

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